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Turnfahrt Herren 2022

Dank Spontanität konnte die Turnfahrt der Herren doch stattfinden

Bereits am vorletzten Samstag stand ein weiterer Höhepunkt der Herren auf dem Programm. Die alljährliche Turnfahrt, organisiert von Mändu und Högi, wurde von fast 30 Turnern freudig erwartet.

Nach dem stets trockenen und heissen Sommer wird wohl das Wetter auch noch an diesem Wochenende mitspielen. Dies dachten wohl die meisten Turner. So freute man sich auf Wandern im Gebirge, Pausen in Alphütten, Trottifahren auf Schotterpisten und Übernachten in einem Gasthof auf einer Alm. Doch es kam alles anders.

Am Donnerstag vor der Turnfahrt das Schreckenstelefon der Reiseleiter an den Vereinspräsidenten: «Turnfahrt kann nicht durchgeführt werden. Sie melden 50 cm Schnee auf dem Pass». Oha, sowas ist in den letzten 30 Jahren doch noch nie passiert. Doch pragmatisch wie die Turner sind und mit tatkräftiger Unterstützung der Ehefrau, wurde über Nacht eine neue Turnfahrt auf die Beine gestellt.

«Treffpunkt 7.00 Uhr auf dem Schulhausplatz, selber Packungsbefehl, neue Route» Mehr Infos gab es vorerst nicht. Gut gelaunt standen dann auch alle ausgeschlafen und neugierig bereit. Erst unterwegs bemerkte die Gruppe, dass der zweite Mitorganisator gar nicht anwesend war. Und tatsächlich wurde, mit einer nicht übersehbaren Umleitung, die Reisegruppe zu Hermann Strebels Haus geführt. Gipfeli, Kaffee und das erste Bier sorgten für gute Stimmung und Energie für den Weitermarsch. Über Rottenschwil nach Bremgarten, so lautete die nächste Etappe, vorbei an Wasserbüffeln, Enten und Vögeln. Aufgeschreckt wurden keine dieser Tiere, viel eher jene, die sie mit Monsterferngläser beobachten wollten. Die von den Jungturnern betitelten «Vögler» hatten nur bedingt Freude an der singenden Turnerschar.
In Bremgarten angekommen wurde die Wartezeit mit den ersten Flaschen Rotwein überbrückt. Mit dem Postauto ging es nun direkt nach Baden. Baden, die Stadt im Aargau und doch kennt sie keiner, jedenfalls keiner der Mitgereisten. Zeit zum gemütlichen Beisammensein nahm man sich in der Altstadt in einem Gartenrestaurant. Das Wetter spielte nun auch mit und so erwärmte die Sonne nicht nur die Herzen der Turner.
Nach einem kurzen Fussmarsch zum Hotel, Frischmachen und Umziehen, traf man sich an der Bushaltestelle für die Weiterfahrt. Neues Ziel: Bowlingbahn im Bareggzenter. Auf fünf Bahnen wurde das Glück mit der Kugel gesucht. Bedingt durch kleine Löcher und dicke Finger, trennte sich die Spreu von dem Weizen und so war schnell klar wem diese Sportart gar nicht zusagte. Nach zwei Runden Spiel und Spass machte sich die Gruppe auf den Weg, zurück ins Hotel, in dem schon das Nachtessen bereitstand. Super feines Essen mit viel Pommes zum Nachschöpfen stillten alle hungrigen Bäuche. Nach dem Dessert stürzte sich die Gruppe ins Nachtleben von Baden, im Pickwick beim gesitteten Biertrinken englischer Art, Nach(k)tbaden in den öffentlichen Thermen, Tanzen im Club und Geldverlieren im Casino – alles in einer Nacht. Dass in solchen Nächten die Jüngsten nicht immer die Wildesten sein müssen, erkannte man am Morgen danach. So waren die Augen bei den Älteren tatsächlich kleiner als bei den Jungen. Pech oder selbst schuld, egal.
Die Reiseleiter hatten kein Erbarmen und führten die nichts ahnenden Turner zum Start einer nicht ganz so einfachen Wanderroute. Es geht über die Lägern. Was dies bedeutet und warum die Warntafel beim Anstieg doch ernst gemeint war, merkten alle schon nach kurzer Zeit. Trittsicher muss man sein, schwindelfrei soll man sein, so stand es auf der Tafel. Mit Ach und Krach, oder sportlich dynamisch; Die Bewegungen waren in der Gruppe doch sehr verschieden. Schlussendlich schafften es nach knapp vier Stunden alle der mitgereisten Turner. Ab Regensberg genoss man nun den letzten Abschnitt der Reise entspannt mit Bus und Zug bis nach Merenschwand. Da durch die kurzfristig umgeplante Turnfaht, das Nachhausekommen ein wenig früher stattfand als gewohnt, genoss man die letzten Stunden im Restaurant Eule bei einem gemütlichen und erfrischenden Bier.

Dank gilt den Reiseleitern Thomas Käppeli und Hermann Strebel

Autor: Adrian Meier

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